Maßeinheiten für Goldschmuck
Goldschmuck wurde in der Antike meist aus purem Gold hergestellt. Da es ein sehr weiches Edelmetall ist, lässt es sich sehr gut zu dünnen filigranen Formen verarbeiten. Der Nachteil aber ist, dass Schmuckstücke aus reinem Gold sich leicht verformen oder auch reißen können. Deshalb wurden früher sehr massive Schmuckstücke gefertigt, die dann natürlich auch ein entsprechend hohes Gewicht aufwiesen.
Später wurde Gold mit anderen härteren Metallen (Silber, Nickel, Kupfer, Platin) gemischt. So entstehen verschiedene Legierungen, die dem Goldschmuck mehr Stabilität und Festigkeit verleihen, was zum Beispiel bei Ketten wichtig ist und auch bei Schmuckstücken, in die Edelsteine gefasst werden. Auch die Färbung des Goldschmuckes kann man so verändern. Durch einen größeren Anteil von Kupfer entsteht Rotgold und bei einem höheren Silber- oder Platinanteil erhält man Weißgold.
Welche genaue Menge jedes einzelnen Metalls in einem Schmuckstück verarbeitet ist, lässt sich meist nicht mehr genau nachvollziehen. Was aber angegeben werden muss, ist der prozentuale Goldanteil im Schmuckstück. Ein kleiner Stempel im Schmuckstück gibt darüber Auskunft und ist auch gleichzeitig die Gewährleistung, dass es sich um ein echtes in massivem Gold angefertigtes Schmuckstück handelt.
Gold wird Karat gemessen, was aber hier keine Gewichtsangabe ist wie bei Edelsteinen, sondern den Anteil des Goldes im Schmuckstück darstellt. Reines Gold hat einen Wert von 24 Karat. Davon ausgehend kann man auch schnell den Wert für die gängigsten Goldlegierungen errechnen:
|
Stempel |
Goldanteil in % |
Karat |
|
24K |
100 |
24 |
|
750 |
75,0 |
18 |
|
585 |
58,5 |
14 |
|
375 |
37,5 |
9 |
|
333 |
33,3 |
8 |
Auf Kreta werden Sie keinen Goldschmuck in 333er oder 375er Gold finden. Für die Goldschmiede dort ist das kein Gold. Erst ab 14 Karat und aufwärts, also mit mindestens hälftigem Goldanteil in der Legierung wird auf Kreta Goldschmuck hergestellt.
Ein geübtes Auge kann meist schon an der Gelbfärbung des Schmuckstückes den Goldanteil erkennen. Reines Gold sieht sehr gelb aus und glänzt auch meist nicht so sehr, wie man es sich vorstellt. Im Gegensatz dazu neigt Goldschmuck von 8 oder 9 Karat sehr schnell dazu, sich zu verfärben. Das liegt am relativ hohen Silberanteil. Wer schnell schwitzt, wird an solchem Schmuck keine Freude haben: schwarze oder grünliche Verfärbungen am Hals von der Kette oder an den Fingern vom Ring sind oft das Ergebnis. Hier lohnt es sich schon, in Goldschmuck von mindestens 14 oder auch 18 Karat zu investieren. Auch für Menschen, die z. B. an einer Nickelallergie leiden, ist hochkarätiger Schmuck eine bessere Lösung, da hier entweder kein oder nur sehr wenig Nickel zugegeben wird.
Tags: gold, goldschmuck, karat, kreta, maßeimheiten, schmuck, schmuckstück, silber